Warum steigen die Immobilienpreise in Deutschland auch im Jahr 2020?

Warum steigen die Immobilienpreise in Deutschland auch im Jahr 2020?

Angebot und Nachfrage regeln den Preis.

Diese Aussage beschreibt einen der grundlegenden Zusammenhänge mit globaler wirtschafts-systematischer Geltung. Wie Angebot und Nachfrage zusammenhängen, und wie diese sich auf die Preisbildung auswirken, können zurück verfolgt werden bis hin zu den Veröffentlichungen Adam Smith’s im Jahre 1776, der sich mit diesem Mechanismus in seiner Publikation „Der Wohlstand der Nationen“ auseinander setzte.

Der stete Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland ist in verschiedenen Faktoren begründet.

Die Angebotslage

In der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts zeigte sich auf dem deutschen Immobilienmarkt verglichen mit den europäischen Nachbarländern wenig Bewegung. Die Bautätigkeit lag auf einem relativ niedrigen Niveau und Investoren waren am Immobilienerwerb wenig interessiert. Mit zunehmend weniger attraktiven, anderweitigen Anlageangeboten stieg in der zweiten Dekade des Jahrhunderts dann das Interesse an der Anlageform der Immobilieninvestition langsam an.

Die Nachfrage

Der private Wohnungsbau

Unterstützt wurde die Entwicklung der steigenden Nachfrage nach Immobilien zur selben Zeit,  durch Zuwanderung und die Flüchtlingsbewegungen der letzten Jahre. Die steigenden Nachfrage all derer, die aufgrund der langjährig niedrigen Bauzinsen und aufgrund der vergleichsweise gute wirtschaftliche Lage in Deutschland, den möglicherweise lange als unerfüllbar angesehenen Wunsch nach der eigenen Wohnimmobilie nunmehr als tatsächlich erreichbar ansahen und den Käufermarkt betraten.

Die Großinvestitionen

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Immobilien durch große Investoren stark gestiegen. Liquide Vermögen im zweistelligen Millionenbereich werden immer stärker in Immobilien investiert, wobei nicht allein die Nachverdichtung von Beständen sondern gerade auch der Neuerwerb im Fokus steht. Privat von Anlegerfamilien kontrollierte Family Offices erwerben dabei nicht selten Immobilienpakete bestehend aus 100 und mehr einzelnen Wohnimmobilien.

Großinvestoren und privat Wohnungssuchende sind im Allgemeinen besonders auf Ballungsgebiete orientiert, wie Stuttgart, Berlin, Frankfurt und Hamburg und neuerdings auch Städte wie Heilbronn. Bislang noch immer brach liegende Grundstücke werden bebaut und Gewerbeimmobilien werden in Wohneinheiten umgewidmet.

Diese Erkenntnis wird durch unsere eigene Erfahrung in der Unterstützung von Family Offices seitens unseres Unternehmens IMMOVENDA Immobilien gestützt. Immobilienmakler in Hamburg, Immobilienmakler in Frankfurt, Immobilienmakler in Stuttgart, Immobilienmakler in Berlin, entsprechende Ankäufe und Akquisitionen unterstützt. 

Die Preisentwicklung

Auf die ansteigende Nachfrage reagierte der Markt der Anbieter , und es wurde und wird noch immer schnell und viel gebaut. Gleichwohl überwiegt noch immer die Nachfrage. Innerhalb der Gruppe der Immobiliensuchenden konkurrieren die privat Wohnungssuchenden nicht nur untereinander sondern gerade auch stark mit den Großinvestoren, was dazu führt, dass insbesondere im privaten Wohnungsbau die Immobilienpreise weiter steigen; ganz nach der Regel, „Angebot und Nachfrage regeln den Preis“

Anstieg des deutschen Immobilienpreises

Warnungen vor einer sogenannten Immobilienblase machen sich breit. Fachleute verheißen, wie überhitzt der deutsche Immobilienmarkt ist. Doch wie dramatisch ist die Situation denn wirklich? Eine der vielen Studien gibt Aufschluß und das Ergebnis ist überraschend.

Schenkt man den Analysten Glauben, so könne sich der Deutsche heutzutage mehr Immobilien leisten als vor 40 Jahren. Zwischen 1975 und 2018 seien die Immobilienpreise nominal zwar um mehr als 170 Prozent gestiegen, doch gleichzeitig hat sich ein Anstieg der Nettoeinkommen um über 730 Prozent ergeben. Auch seit 1996 sind die Preise für Immobilien um mehr als 28 Prozent gestiegen, die Nettoeinkommen stieg hingegen um rund 125 Prozent.

Steigenden Immobilienpreisen, Der Trend wird anhalten

In Deutschland dürfte der Trend steigender Immobilienpreise laut einer weiteren Studie der Universität Freiburg anhalten. In der Immobilienanalyse ermittelten sie, dass durch wachsende Nachfrage bis 2030 auch die Immobilienpreise besonders in Hauptstadtregionen und begehrten Lagen steigen werden. Die Wohnraumnachfrage würde zum einen durch die zunehmende Zuwanderung, mehr Singlehaushalte und zum anderen durch die ansteigende Zahl der Ausbildungs- und Rentnerhaushalte in die Höhe getrieben werden.